Nostalgische Attraktionen auf dem Oktoberfest – Von Toboggan bis Krinoline

Wer auf dem Oktoberfest eine Zeitreise machen möchte, der findet dafür auf der Wiesn zahlreiche Angebote. Seit 2011 gibt es auf dem südlichen Teil der Theresienwiese die sogenannte Oide Wiesn. Dort wird die Volksfestatmosphäre vergangener Zeiten mit Künstlern, bayrischem Brauchtum und historischen Fahrgeschäften wieder zum Leben erweckt.

Die Spiralrutschbahn Toboggan existiert seit 1908 auf dem Oktoberfest. Die sanfte Abfahrt können die Fahrgäste erst dann genießen, wenn sie auf einem schnell laufenden rund acht Meter langen Förderband das Gleichgewicht bis zur Plattform eines Turms behalten. Danach geht es über eine Treppe zur Startrampe.
Auch im Humoristischen Velodrom geht es um die Balance. Auf Spaßrädern versuchen die Besucher auf einer Holzbahn Rennen auszutragen. Begleitet werden sie von bayrischer Blasmusik, den Velophonikern. Ein Rekommandeur moderiert das Geschehen auf unterhaltsame Weise.
Beim Wiesn-Variété Schichtl kommen mehrmals täglich einige mutige Besucher nicht nur ins Wanken, sondern sie verlieren (vorübergehend) ihren Kopf. Seit 1869 gibt es diese lustig-schaurige Wiesn-Tradition der “Enthauptung” durch das Fallbeil auf offener Bühne.

Das älteste Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest ist der Kettenflieger Kalb. Das Kettenkarussell wurde 1919 gebaut und im Herbst desselben Jahres zum ersten Mal auf der Wiesn präsentiert. Auf geruhsame Weise drehen sich die Sitze an langen Ketten von der vertikalen in eine leicht horizontale Richtung.
Wer sich an einer Karussellfahrt auf gemütlichen Rundbänken mit Sitzplätzen für mehrere Personen erfreuen möchte, den lockt eine Fahrt in der Krinoline. Dieses Fahrgeschäft gibt es seit 1924 auf dem Oktoberfest. Das Karussell hat seinen Namen bekommen, weil es mit seiner sich langsam drehenden Plattform an die Bewegungen eines schwingenden Reifrocks erinnert. Das ganz spezielle Flair bekommt dieses Vergnügen durch die Untermalung mit live gespielter Musik einer bayrischen Blaskapelle. Die Musiker sitzen dichtgedrängt auf einer kleinen Bühne am Rande des Fahrgeschäftes.
1939 wurde das Karussell “Fahrt ins Paradies” gebaut. Die vierhügelige Berg- und Talbahn mit 16 nostalgisch bemalten Zwei-Personen-Gondeln erreicht bis zu 40 Stundenkilometer. Die Karussellbetreiber treten in der Kleidung der 30er Jahre auf, mit Hosenträgern, Fliege und Filzhut.

Für eine stilgerechte Verschnaufpause bei bayrischen Schmankerln und Live-Musik in traditionellem Rahmen bieten sich das Festzelt “Tradition” und das Musikantenzelt “Herzkasperl” an.

 

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