Der Flohzirkus

Vor bereits mehr als 50 Jahren ist der Flohzirkus von der Familie Mathes zum allerersten Mal auf dem Oktoberfest in München aufgetreten. Die alte Nürnberger Schausteller-Dynastie, der Johann Mathes entstammt, betreibt seit ungefähr 150 Jahren diesen Flohzirkus. Sein Vater, der Peter Mathes, darf beim Herbstfest 1948 auf der bekannten Theresienwiese zum ersten Mal die gekonnten Floh-Dressuren zeigen.

Da Johann Mathes, der hauptberuflich Brunnenbauer ist, sich schon als Kind von diesem Metier faszinieren lässt, hat er das Geschäft übernommen. Es ist in Europa sowie weltweit einzigartig. Um der Familientradition gerecht zu werden, gastiert Johann Mathes jedes Jahr auf dem Oktoberfest. Es ist für ihn eine Ehrensache dafür seinen Jahresurlaub zu opfern und eine Herzensangelegenheit die langjährige Familientradition zu erhalten. Eine Pause gibt es 2005 weil Johann Mathes wegen einer Erkrankung gut 3 Jahre pausieren muss.

Und dann passiert es: Kurz vor dem neuen Wiesnstart gehen Mathes und seinem Dompteur Roland Birk auch noch die Flöhe aus … Doch eine Boulevardzeitung weiß Rat und ruft Hundebesitzer auf, Flöhe zu spenden. Das klappt dann auch prima, da reichlicher Nachschub auch schon durch einen Aufruf, der durchs Radio geht, eingetroffen ist. Für ein vollständiges Team benötigen die Beiden 60 artistische Flöhe. Wer bereit ist, sich dieses Spektakel in München nicht entgehen zu lassen, findet die Schausteller der besonderen Art, zwischen dem bekannten U-Bahn-Ausgang der Theresienwiese und der sogenannten Schaustellerstraße.

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