Die Geschichte des Oktoberfests – Woher kommt die Wiesn?

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Riesenräder, viel Bier, gutes Essen und Besucher aus der ganzen Welt: Was wir heute als größtes Volksfest der Welt kennen, geht nicht auf eine gewöhnliche Feier zurück, sondern auf eine Hochzeit, die vor über 200 Jahren stattfand.

Im Jahr 1810 feierten der damalige Kronprinz Ludwig und seine 18-jährige Braut Prinzessin Therese ihre Hochzeit. Mitten im Oktober, fanden zu Ehren des Paares verschiedenste Feiern statt, darunter auch ein Pferderennen am 17. Oktober. Der Festplatz ist die heutige Theresienwiese, damals noch „Sendlinger Berg“ genannt. Zur Theresienwiese wurde der Platz erst kurz nach der Hochzeit, zum Gedenken an die Braut Therese. Die Idee für das Rennen hatte übrigens kein hochrangiger Minister, sondern der einfach Kutscher Franz Baumgartner. Der Major Andreas von Dall’Armi erzählte dem König Max I. davon und dieser nahm den Vorschlag begeistert an. Der Ideengeber Franz Baumgartner gewann das Rennen sogar und bekam zum Sieg eine Goldmedaille überreicht.

Seit dem Jahr 1810 wuchs das Fest auf der Theresienwiese stetig an. Zunächst wurden Kletterbäume und Schaukeln zusätzlich zu dem jährlich stattfindenden Pferderennen installiert. Später übernahm die Stadt München die Ausrichtung des Festes und 1881 kam der erste Hendl-Stand dazu – heute vom Oktoberfest kaum mehr wegzudenken. Erst im späten 19. Jahrhundert aber, wuchs das Fest auf solche Ausmaße an, wie wir sie heute kennen. Erleuchtete Karuselle, Brauerei-Stände, Buden, Schausteller und Bierzelte hielten Einzug. Die Tradition, dass der Münchner Oberbürgermeister das erste Fass ansticht und damit das Fest eröffnet, ist übrigens noch gar nicht so alt. 1950 zapfte Oberbürgermeister Thomas Wimmer das erste Bier im Schottenhamel und rief „O’zapft is!“.

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